preloader
#happyselling :-)

Der Verkauf im eigenen Online-Shop macht Spaß – bis es an den bürokratischen Teil geht. Eine richtig aufgebaute und fehlerfreie Rechnung ist für jedes E-Commerce-Unternehmen unverzichtbar. Sie ist nicht nur ein Aushängeschild deines Shops gegenüber der Kundschaft, sondern vor allem die Grundlage für deine Finanz- und Steuerbuchhaltung.

Fehlt eine Pflichtangabe auf der Rechnung, sieht das nicht nur unprofessionell aus. Es kann auch Ärger mit dem Finanzamt geben oder dazu führen, dass dein Kunde oder deine Kundin die Zahlung verzögert.

Doch wie sieht die perfekte Rechnung im E-Commerce aus? Welche Informationen sind gesetzlich vorgeschrieben? Und falls du dich fragst, ob du bei B2C-Kunden überhaupt immer ein Dokument ausstellen musst, lies vorab unseren Beitrag zur Rechnungspflicht im E-Commerce.

In diesem Beitrag zeigen wir dir genau, was auf eine Rechnung gehört, damit sie immer zu 100 % finanzamtsicher ist. Und wir verraten dir, wie du diesen Prozess komplett automatisieren kannst.

Die 10 Pflichtangaben: Das muss auf deiner Rechnung stehen

Egal, ob du an Privatpersonen (B2C) oder andere Unternehmen und Lieferanten (B2B) verkaufst: Das Umsatzsteuergesetz (§ 14 UStG) gibt in Deutschland genau vor, welche Angaben zwingend auf einer Rechnung enthalten sein müssen.

Anstatt dir kompliziertes Beamtendeutsch vorzusetzen, haben wir die gesetzlichen Vorgaben für deinen Online-Shop übersetzt. Folgende Punkte müssen auf jede Rechnung:

  • 1. Deine vollständigen Unternehmensdaten: Dein kompletter Firmenname und deine Anschrift als Rechnungssteller.
  • 2. Daten der Käuferschaft: Der vollständige Name und die Adresse der Person oder des Unternehmens, die bei dir bestellt haben.
  • 3. Steuernummer oder USt-IdNr.: Deine vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder (falls vorhanden und bei B2B-Geschäften im EU-Ausland zwingend) deine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
  • 4. Ausstellungsdatum: Das genaue Datum, an dem du die Rechnung schreibst.
  • 5. Fortlaufende Rechnungsnummer: Eine einmalig vergebene Nummer zur eindeutigen Identifizierung. Die Nummern müssen lückenlos aufeinanderfolgen.
  • 6. Art und Menge der Produkte: Eine handelsübliche Bezeichnung der verkauften Artikel (z. B. "2x T-Shirt Modell X, blau, Größe M").
  • 7. Liefer- oder Leistungsdatum: Der Zeitpunkt, an dem die Ware verschickt oder übergeben wird. Oft reicht im Online-Handel der Satz „Das Leistungsdatum entspricht dem Rechnungsdatum“, wenn beides zusammenfällt.
  • 8. Netto-Entgelt: Der Warenwert aufgeschlüsselt nach den jeweiligen Steuersätzen (z. B. getrennt nach 19 % und 7 %).
  • 9. Steuersatz und Steuerbetrag: Der genaue prozentuale Steuersatz sowie der darauf entfallende Betrag in Euro (oder ein klarer Hinweis auf eine Steuerbefreiung, z. B. bei der Kleinunternehmerregelung).
  • 10. Besondere Hinweise (falls zutreffend): Beispielsweise der Begriff „Gutschrift“, falls der Leistungsempfänger die Rechnung ausstellt, oder Hinweise auf Aufbewahrungspflichten bei bestimmten B2B-Umsätzen.
💡 Stopp: Schreibst du deine Shop-Rechnungen noch händisch? Wenn du Bestellungen aus Shopify, Amazon oder Etsy einzeln abtippst, verlierst du wertvolle Zeit. Mit Billbee erstellst du rechtskonforme Rechnungen vollautomatisch im Hintergrund. Jetzt Billbee 30 Tage kostenlos und unverbindlich testen und den Papierkram auf Autopilot schalten!

Freiwillige Angaben: So wertest du deine Rechnungen auf

Neben den harten Pflichtangaben gibt es clevere Zusätze, die dir viel Arbeit im Kundenservice ersparen und die Kundenbindung stärken. Nutze den Platz auf deiner Rechnung für folgende Dinge:

  • Zahlungsbedingungen und Bankverbindung: Mach es deinen Kund:innen so einfach wie möglich, offene Beträge zu begleichen. Nenne ein klares Zahlungsziel (z. B. "Zahlbar innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug").
  • Kontaktmöglichkeiten: Telefonnummer, E-Mail-Adresse und die URL deines Online-Shops sollten schnell zu finden sein.
  • Bitte um Bewertung: Ein kurzer Hinweis mit einem Link oder QR-Code zu deinem Bewertungsprofil (z. B. auf Trustpilot oder Google) generiert wertvolles Feedback. Weitere Strategien, wie du systematisch mehr Kundenbewertungen für deinen Shop sammelst, findest du hier.
  • Persönliche Worte: Ein kurzes „Vielen Dank für deinen Einkauf bei uns!“ wirkt sympathisch und bleibt im Gedächtnis.

Sonderfälle im E-Commerce: Kleinunternehmen, EU-Ausland und die E-Rechnungspflicht

Jeder Online-Shop ist anders. Je nachdem, wer deine Käuferschaft ist und wie groß dein Business bereits ist, gibt es ein paar Besonderheiten, die du bei der Rechnungsstellung beachten musst:

  • Die Kleinunternehmerregelung: Startest du gerade erst und nutzt diese Regelung? Dann darfst du keine Umsatzsteuer auf deiner Rechnung ausweisen. Stattdessen ist ein klarer Hinweis Pflicht, wie zum Beispiel: „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“
  • Verkauf ins EU-Ausland (OSS-Verfahren): Sobald du regelmäßig Pakete nach Österreich, Frankreich oder in andere EU-Länder verschickst, musst du meist die Steuersätze des jeweiligen Ziellandes auf der Rechnung ausweisen. Mit Billbee und der Anbindung an das One-Stop-Shop (OSS) Verfahren wird der korrekte Steuersatz zum Glück automatisch gezogen.
  • Wichtig für den B2B-Handel (E-Rechnungspflicht): Verkaufst du auch an andere Unternehmen? Beachte, dass in Deutschland seit 2025 schrittweise die E-Rechnungspflicht für Umsätze zwischen Unternehmen (B2B) gilt. Einfache PDF-Rechnungen reichen dann langfristig nicht mehr aus; es werden strukturierte Datenformate (wie ZUGFeRD oder XRechnung) gefordert. Ein professionelles Tool wie Billbee unterstützt dich dabei, rechtzeitig die richtigen Formate für deine B2B-Kund:innen bereitzustellen, ohne dass du dich tief in die Technik einarbeiten musst.

Mach Schluss mit dem Zeitfresser: Rechnungen automatisieren mit Billbee

Rechnungen schreiben muss nicht kompliziert sein. Sobald dein Online-Shop wächst und die Bestellungen über verschiedene Kanäle reinkommen, wird die händische Rechnungsstellung ohnehin zum Risiko – besonders, wenn es um lückenlose Rechnungsnummern über verschiedene Plattformen hinweg geht.

Hier kommt Billbee ins Spiel. Unsere Software nimmt dir die gesamte Arbeit ab:

  • Shop-Anbindung: Du kannst all deine Verkaufsplattformen (z. B. Amazon, Shopify, Etsy u. v. m.) mit wenigen Klicks an Billbee anbinden. Bestellungen und Kundendaten werden automatisch importiert.
  • Sichere Nummernkreise: Konfiguriere Nummernkreise, die kanalübergreifend fortlaufend sind. Mit praktischen Platzhaltern kannst du beispielsweise das aktuelle Jahr oder Kürzel für bestimmte Shops automatisch in die Rechnungsnummer einfügen.
  • Flexibler Layout-Editor: Gestalte deine Rechnungen exakt nach deinem Corporate Design. Füge dein Logo ein, ändere Schriftarten und nutze Textbausteine für deine Zahlungsbedingungen. Eine Echtzeit-Vorschau zeigt dir direkt, wie das Ergebnis aussieht.
  • Immer die richtigen Steuersätze: In der Artikelverwaltung von Billbee pflegst du einmalig die Stammdaten deiner Produkte. Das System zieht sich für jede Bestellung automatisch die korrekten Steuerinformationen.

Wenn du tiefer in die Gestaltungsmöglichkeiten eintauchen möchtest, findest du in der Billbee Hilfeseite zur Auftragsdokumenten detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie du deine perfekten Vorlagen anlegst.

Verkürze deine administrativen Aufgaben auf ein Minimum. Dank dieser Funktionen werden deine Rechnungen vollautomatisch, im perfekten Design und mit allen gesetzlichen Pflichtangaben erstellt und an deine Kund:innen versendet.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Rechnungserstellung im Online-Handel

Muss eine Rechnung im Online-Shop unterschrieben werden?

Nein. Eine elektronisch oder digital erstellte Rechnung ist im E-Commerce auch ohne deine handschriftliche Unterschrift rechtsgültig, solange alle gesetzlichen Pflichtangaben enthalten sind.

Darf ich die Rechnung einfach per E-Mail verschicken?

Ja, der elektronische Rechnungsversand per E-Mail (z. B. als angehängtes PDF) ist heute der absolute Standard im Online-Handel. Voraussetzung ist lediglich, dass der Kunde oder die Kundin dem elektronischen Versand zustimmt. In der Praxis wird dies fast immer ganz automatisch über das Akzeptieren deiner AGB während des Bestellprozesses abgedeckt.

Was passiert, wenn meine Rechnungsnummern nicht fortlaufend sind?

Lücken in den Rechnungsnummern sieht das Finanzamt gar nicht gerne, da schnell der Verdacht aufkommt, dass Einnahmen verschwiegen wurden (Schwarzgeld). Kannst du eine Lücke bei einer Betriebsprüfung nicht schlüssig erklären, drohen Schätzungen und Nachzahlungen. Eine Software mit automatisierten Nummernkreisen schützt dich vor diesem Risiko.

Was mache ich, wenn ich eine fehlerhafte Rechnung verschickt habe?

Ist dir ein Fehler unterlaufen – beispielsweise ein falscher Steuersatz oder eine fehlerhafte Rechnungsadresse –, darfst du das Dokument nicht einfach heimlich abändern. Du musst die fehlerhafte Rechnung offiziell stornieren und eine neue, korrigierte Rechnung (Korrekturrechnung) mit einer neuen Rechnungsnummer ausstellen. Achtung: Verwechsle dies nicht mit einer Gutschrift – die genauen Unterschiede erklären wir in unserem Guide zu den Rechnungsarten. Auch diesen Storno-Prozess kannst du in Billbee mit wenigen Klicks sauber und finanzamtskonform abbilden.

Titelbild von FIN auf Unsplash

20.000+ E-Commerce Brands nutzen Billbee
... und wickeln über 85 Mio. Bestellungen pro Jahr ab
Was kostet das Ganze?
Zu den Preisen