Nachhaltigkeit ist in aller Munde und gewinnt immer mehr an Bedeutung für Konsumenten. Egal ob beim Reisen, beim Einkauf oder im alltäglichen Leben – Nachhaltigkeit spielt in allen Lebensbereichen eine Rolle. Unweigerlich sind davon natürlich auch Online-Händler betroffen, weil Nachhaltigkeit ein wichtiger Bestandteil des Kaufverhaltens von einigen Konsumenten ist.

Doch wie kannst du als Online-Händler dein Business nachhaltiger gestalten? In einigen Bereichen ist das einfacher als in anderen Bereichen. Und daher haben wir 3 Schritte zusammengestellt, wie du deinen Beschaffungs- und Versandprozess nachhaltiger gestalten kannst!

Schritt 1: Einkauf

Nachhaltigkeit fängt nicht erst beim Versenden deiner Waren an, sondern schon viel früher. Bereits im Beschaffungsprozess von deinen Artikeln kannst du auf Nachhaltigkeit achten.

So kannst du bei deinen Zulieferern bereits auf nachhaltige Strukturen achten. Dabei solltest du neben ökologischen Aspekten auch auf soziale Aspekte achten. Zu den ökologischen Aspekten gehört z.B. der Ressourcenverbrauch und die Inhaltsstoffe deiner Produkte. Achtet z.B. darauf, ob dein Zulieferer bei der Energieversorgung seiner Lager auf ressourcenschonende oder erneuerbaren Alternativen zur herkömmlichen Energieversorgung (z.B. Strom aus Windkraft, Wasserkraft oder Solar) setzt. Oder achte darauf, wie die Zulieferer die Lieferwege gestalten. Erhältst du deine Produkte mit einem Paketdienstleister, welcher zum Klimaschutz beiträgt oder werden z.B. mehrere Lieferungen an dich in eine Lieferung zusammengefasst, um Lieferwege zu sparen? All das sind Beispiele für eine nachhaltige Gestaltung deines Beschaffungsprozesses. Zu den sozialen Aspekten dagegen gehören z.B. die Herstellungsbedingungen der von dir eingekauften Produkte. Du solltest dir Gedanken machen, wo deine Produkte hergestellt werden und wie die Produktionsbedingungen in diesen Ländern sind. Hier geraten auch große Unternehmen immer wieder in die Kritik: Produkte werden zu Billiglöhnen und unter schlechten Arbeitsbedingungen produziert und eingekauft und anschließend zu mit hohen Margen an die Endkunden verkauft. In Zeiten, in denen Verbraucher immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit legen, ist diese Berichtserstattung für in die Kritik geratenen Unternehmen nicht gut.

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Letztendlich kannst du eine nachhaltige Einkaufsstrategie auch immer als Marketinginstrument nutzen. So kannst du deine Kunden in deinem Online-Shop bereits auf die Herstellungsbedingungen deines angebotenen Artikels hinweisen. Das gibt dem Kunden Sicherheit, dass sie sich für ein nachhaltig entwickeltes Produkt entschieden haben. Außerdem sind laut einer Umfrage durch die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) einige Kunden sogar bereit für ein nachhaltiges Produkt mehr zu zahlen. Diese Bereitschaft ist vor allem bei jüngeren Kunden zu sehen (18- bis 39-jährige), da diese Generationen ein verstärktes Bewusstsein für nachhaltige Produkte haben.

Schritt 2: Verpackung und Füllmaterialien

Bei Verpackungen und Füllmaterialien kannst du ein ganz einfaches Prinzip, welches wir auch schon mal in einem anderen Blogbeitrag vorgestellt haben, anwenden: Reduce, Reuse und Recycle.

Reduce, Reuse, Recycle - einfaches Prinzip der Nachhaltigkeit, umsetzbar mit Billbee

#1 Reduce (Reduzieren)

Jeder, der schon einmal online bestellt hat, kennt es wahrscheinlich. Du bestellst einen Gegenstand, der recht klein ist. Dann klingelt der Paketbote und überreicht dir ein riesiges Paket und du wunderst dich, was da eventuell falsch bei dir zugestellt wurde. Du öffnest das Paket und siehe da, drin ist nur der kleine Gegenstand, den du bestellt hast. Statt aber einen kleinen Karton für den Versand zu verwenden, wurde ein völlig überdimensionaler Karton verwendet und mit gefühlt 5 kg Füllmaterial ausgefüllt. Solltest du demnächst umziehen, dann ist das vielleicht super, weil du kannst das Füllmaterial nehmen um Teller und Tassen einzupacken und der Karton hat eine perfekte Größe, um als Umzugskarton genutzt zu werden. Ziehst du demnächst nicht um, dann verstopft die Menge an Müll einfach nur deine Mülltonne.

Die Verwendung von viel zu großen Versandkartons und Unmengen an Füllmaterialien ist meist nichts anderes als Ressourcenverschwendung. Natürlich sollten deine Artikel, die du versendest, ausreichend gepolstert sein, besonders dann, wenn du zerbrechliche Waren verkaufst. Dennoch solltest du nur so viel Verpackungsmaterial benutzen, wie auch wirklich gebraucht wird. So sparst du Verpackung ein und sparst letztendlich auch Geld, da du natürlich auch entsprechend weniger Verpackungsmaterialien kaufen musst, wenn du sparsam damit umgehst. Und bei deinem Kunden wird auch weniger Müll produziert.

#2 Reuse (Wiederverwenden)

Wenn du dich im ersten Schritt bereits für einen nachhaltigen Zulieferer für den Einkauf deiner Produkte entschieden hast, dann wird die Ware ja voraussichtlich auch trotzdem weiterhin in Verpackungsmaterialien, wie Kartons, bei dir zugestellt. Hast du schon mal darüber nachgedacht diese Kartons oder Füllmaterialien erneut zu verwenden? Ist der Karton noch in einem guten Zustand und ggf. ohne Branding deines Zulieferers, wieso dann nicht einfach die Artikel auch in diesem Karton an deine Kunden weiter senden? Das Gleiche gilt natürlich auch für Füllmaterialien, um deine Pakete auszupolstern.

Es können auch Mehrwegverpackungen genutzt werden statt der klassischen Kartons oder Versandtaschen zum Versenden deiner Ware. Das finnische Start-up „RePack“ hat dem Verpackungsmüll den Kampf angesagt. Sie haben ein Mehrwegsystem entwickelt, bei dem du als Online-Händler deine Waren in den gelben Mehrwegverpackungen versenden kannst statt in normalen Kartons. Dein Kunde erhält die Ware in der RePack-Versandtasche und faltet die Verpackung anschließend einfach in ein Briefformat. Das ganze kann der Kunde jetzt einfach in den nächsten Briefkasten werden. Bei RePack werden die Umschläge dann anschließend wieder gereinigt und sind für den Versand einsatzbereit. Möchtest du mehr über RePack erfahren, dann schau doch mal auf ihrer Webseite vorbei.

#3 Recycle (Wiederverwerten)

Versendest du Waren an Kunden fällt Müll an, dass kann fast gar nicht vermieden werden. Aber genau deswegen solltest du darauf achten, dass die Verpackungen, die du nutzt, auch recyclebar sind. Ob die Materialien, die du nutzt, recyclebar sind, ist manchmal gar nicht so einfach zu erkennen. Dafür sind sog. Recycling-Symbole da, weshalb du als Online-Händler die am häufigsten verwendeten Symbole kennen solltest.

Schritt 3: Wahl des Versanddienstleisters

Viele Versanddienstleister haben mittlerweile umweltfreundliche Angebote für das Versenden von Paketen in ihren Portfolios. Häufig werden diese als „klimaneutraler Versand“ bezeichnet. Um Versand klimaneutral zu gestalten, gibt es zwei Möglichkeiten: CO2-Emissionen vermeiden oder die entstandene CO2-Emissionen ausgleichen. CO2 ist ein Treibhausgas, bei dem eine erhöhte Konzentration dazu führt, dass die Temperatur der Erde steigt.

Klar, die erste Option, das Vermeiden von CO2-Emissionen ist der elegantere Weg, denn war gar nicht erst vorhanden war, kann auch nicht schädlich für die Umwelt wirken. Dafür werden z.B. in Städten häufig Elektrofahrzeuge für den Versand genutzt. Aber der Ausstoß von CO2 ist manchmal gar nicht zu vermeiden, weshalb viele Versanddienstleister auf eine Kompensation des ausgestoßenen CO2s setzen, indem sie z.B. für Klimaschutzprojekte spenden.

Versende umweltfreundlich mit Billbee

Lies‘ dir dazu doch mal den Gastbeitrag von GLS auf unserem Blog durch oder informiere dich bei deinem gewählten Versanddienstleister über die Möglichkeiten, wie du den Versand nachhaltiger gestalten kannst (z.B. DHL GoGreen).

Mach schon heute den ersten Schritt und fang‘ an, deinen Versand nachhaltiger zu gestalten!
P.S.: Versenden kannst du ganz einfach mit Billbee!

Titelbild von Noah Buscher on Unsplash, weitere Bilder von Caleb Woods on Unsplash und Sigmund on Unsplash

Jana Klingelhöfer

Jana ist Content Managerin bei Billbee. Wenn sie nicht gerade dabei ist, ein neues How To Video für den YouTube Channel von Billbee zu drehen, kümmert sie sich um die redaktionellen Freiheiten von Blog und Webseite.

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