Zum Abschluss der ersten Jahreshälfte haben wir mal wieder ein bisschen “number crunching” betrieben und insgesamt 4 Online-Marktplätze auf den Prüfstand gestellt:

  • Amazon
  • eBay
  • DaWanda
  • Etsy

Neben den beiden “üblichen Verdächtigen” haben es uns ja schon lange die DIY-Marktplätze angetan, allen voran DaWanda & Etsy. Ersterer war in den letzten Tagen durch massive Umstrukturierungen und Stellenabbau in der Presse.

Wir haben verschiedene Kennzahlen der ersten Jahreshälfte 2017 gegenüber den entsprechenden Daten von Januar bis Juni 2016 verglichen.

Warenkorbgröße: Etsy vor DaWanda, eBay schlägt Amazon

Betrachtet man die durchschnittlichen Bestellsummen je nach Marktplatz, reicht die Spannweite bei den betrachteten Marktplätzen von ca. 19 Euro bei Amazon in 2017 bis hin zu 38 Euro bei Etsy in 2016.

Besonders auffällig ist hier der Unterschied zwischen Amazon und eBay (+54%) und auch zwischen DaWanda und Etsy (+49%), die vom Produktportfolio auf den ersten Blick doch eigentlich sehr ausgeglichen scheinen. Die höheren Bestellsummen bei Etsy könnten evtl. der Tatsache geschuldet sein, dass viele außereuropäische Händler auf Etsy vertreten und dementsprechend auch häufig höhere Versandkosten zu zahlen sind.

Vergleicht man die erste Jahreshälfte von 2016 und 2017, können wir bei drei von vier Marktplätzen einen niedrigeren Warenkorb feststellen, wobei der prozentuale Rückgang bei den dreien nahezu identisch ist. Lediglich DaWanda schafft es, die Warenkorbgröße stabil zu halten.

Bestellungen & Umsatz: Marktplatz top, DIY flop

Schauen wir uns die Anzahl Bestellungen bzw. den Umsatz pro Händler an und dort besonders das Wachstum (bzw. den Rückgang) von 2016 auf 2017, können die klassischen Marktplätze Amazon und eBay deutlich zulegen, DaWanda und Etsy hingegen verlieren beide einige Prozentpunkte.

Der eindeutige Gewinner hier ist mit einem Zuwachs von fast 25% das Auktionshaus eBay, dicht gefolgt von Amazon mit einem Zuwachs von 18%. DaWanda & Etsy verlieren beide, wenn es um die durchschnittliche Anzahl Bestellungen geht, DaWanda mit ca. -7% und Etsy mit -4,5%.

Auch der durchschnittliche Händler-Umsatz liefert wie erwartet ein ähnliches Bild.

Auch hier dominiert eBay mit einem Wachstum von über 15%, fast doppelt so viel wie Amazon mit ca. 8%. Bei den DIY-Marktplätzen liegt Etsy beim Rückgang, was den durchschnittlichen Umsatz pro Händler & Monat betrifft, prozentual gesehen sogar noch deutlich hinter DaWanda.

Fazit

In diesem etwas ungewöhnlichen Vergleich haben sich zwei Aspekte sehr deutlich herauskristallisiert: Zum einen dürfen die reinen oder primären DIY-Marktplätze den Anschluss auf die traditionellen Portale nicht verpassen und müssen sich Gedanken über die zukünftige Ausrichtung machen. DaWanda hat das bereits erkannt und steht, um diesem Trend entgegenzuwirken, vor einer großen Umstrukturierung, wie kürzlich in der Presse zu lesen war.

Was mich ebenfalls sehr überrascht ist die Tatsache, dass eBay im direkten Vergleich zu Amazon, was die reine Entwicklung und nicht die absoluten Zahlen betrifft, noch besser performt als Amazon. Darauf sollten wir definitiv ein Auge haben und beobachten, wie sich die an manchen Stellen schon totgesagte Auktionsplattform in Deutschland weiter entwickelt.

David

David ist als Chief Revenue Officer bei Billbee verantwortlich für das Wachstum und die zukünftige, strategische Ausrichtung. Darunter fallen unter anderem die Bereiche Marketing, Vertrieb, Partnerschaften und Presse.

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