Andreas Wall von unserem Partner VersaCommerce hat einen interessanten Artikel zum Thema Produktfotos erstellt:

Produktbilder können Online-Händler ganz einfach mit dem Smartphone machen. Gerade kleinere Shops oder Marktplatz-Anbieter können Ressourcen und Zeit sparen, wenn sie ihre Produkte in Eigenregie ablichten.

Die meisten Smartphones verfügen über recht leistungsfähige eingebaute Kameras. Diese reichen für die Produktfotografie völlig aus. Aber auch eine ganz normale, preiswerte Kompaktkamera wird dir gute Dienste leisten. Zur Stabilisierung der Kamera benötigst du außerdem ein Stativ. Kleine Smartphone-Stative bekommst du im Fachhandel schon für unter 20 Euro. Auch ein Fernauslöser ist eine gute Investition. Solche Fernbedienungen sind auch für Smartphones erhältlich und kosten nur ein paar Euro.

Dein eigenes Lichtzelt

Auf dem Markt gibt es zahlreiche Hilfsmittel wie Lichtzelte oder Fotowürfel. Statt dafür Geld auszugeben, kannst du dir solche Vorrichtungen jedoch im Handumdrehen selbst bauen: Nimm einfach eine möglichst große Kunststoffbox aus neutral gefärbtem, beinahe-transparentem Material, wie sie zur Aufbewahrung von Kleinteilen in jedem Baumarkt oder Möbeldiscounter erhältlich ist. Eine geeignete Alternative ist ein weißer Wäschesack aus Textilmaterial.

Um dein Produkt wie bei Amazon & Co. in einer schattenlosen, weißen Umgebung zu präsentieren, befestigst du einen großen Bogen weißen Zeichenkarton von innen an der hinteren Oberkante der Box. Das andere Ende des Zeichenkartons fixierst du an der unteren Vorderkante deines Fotozelts, sodass das Papier einen Bogen bzw. eine Hohlkehle bildet. Zur Befestigung kannst du übrigens ganz gut Knetgummi oder Klettpunkte verwenden – so lässt sich das Hintergrundpapier im Bedarfsfall schnell austauschen, wenn du später auch mit andersfarbigen Hintergrundpapieren experimentieren möchtest (Praxistipp: Dezent gemusterte bzw. strukturierte Tapetenreste geben oft wunderbare, kreative Hintergründe ab).

Produkte im Freien fotografieren

Eine Möglichkeit besteht darin, deine Artikel im Freien zu fotografieren. Bei schönem Wetter macht es sicherlich großen Spaß, etwa für kunsthandwerkliche Produkte eine tolle Location zu finden. Aber leider ist gerade strahlender Sonnenschein für die Objektfotografie überhaupt nicht gut geeignet. Besser, du nutzt einen bedeckten Tag. Die Wolken wirken dann wie ein riesiger Diffusor, der das Sonnenlicht streut und etwaige Schatten nicht zu hart aussehen lässt.

(Bild: Isolde Kommer)

Wenn du es dir nicht aussuchen kannst und bei sonnigem Wetter fotografieren musst, gibt ein weißes Partyzelt oder ein aufgespanntes weißes Laken einen guten Diffusor ab, unter dem du dein Produkt platzieren kannst.

Indoor-Studio

Jetzt suchst du dir eine Fensterfläche – je größer sie ist, desto besser ist es für ein möglichst weiches Licht. Am besten nutzt du wieder einen bewölkten Tag. Magst du nicht so lange warten, minderst du die direkte Sonneneinstrahlung mit Gardinen, um diffuses Licht ohne harte Schatten zu erzielen.

Stelle dein Produkt auf den Tisch. Damit es von allen Seiten gut beleuchtet ist, solltest du das Licht auf der dem Fenster gegenüberliegenden Seite abfangen und auf das Fotomotiv zurückwerfen. Hier kommt die Styroporplatte (bzw. der Plakatkarton) zum Einsatz: Positioniere den Reflektor seitlich vom Produkt, also genau dem Fenster gegenüber. Die folgende Grafik hilft dir auf die Sprünge: Sie zeigt ein Schema des Aufbaus in der Draufsicht.

Die Grafik verdeutlicht dir, wie der Aufbau für dein Produktfoto aussehen sollte (Grafik: Isolde Kommer).

Glänzende Oberflächen perfekt ablichten

Solche Objekte sind nicht nur für Einsteiger in die Produktfotografie, sondern auch für gestandene Profifotografen besonders schwer abzulichten. Sie verbringen oft viele Stunden mit dem Beleuchtungsaufbau, um etwa eine Flasche mit einem edlen Tropfen richtig in Szene zu setzen.

Es gibt jedoch ein paar Tricks, mit denen du die genannten Schwierigkeiten ganz gut in den Griff bekommen kannst - auch wenn auch du sicherlich um einige Experimente nicht herumkommen wirst.

Zunächst einmal macht es wenig Sinn, ein glänzendes Objekt direkt zu beleuchten, weil es kein Licht schluckt. Genau wie ein Spiegel reflektiert es einfach das Licht von den umgebenden Gegenständen. Schlimmstenfalls spiegelt sich der ganze Raum und/oder das Smartphone samt Stativ in deinem Produkt. Selbst wenn dies nicht der Fall ist, wirken die Reflektionen oft zu stark, zu schwach oder zeigen sich einfach an einer ungünstigen Stelle.

Aus diesem Grund solltest du zunächst sämtliche Umgebungsobjekte aus der Szene entfernen und den Raum um das Produkt mit möglichst viel weichem Licht füllen.

Falls drin Artikel also nicht in das im ersten Teil des Beitrags vorgestellte Fotozelt passt, solltest du das Produktfoto in einem leeren Raum mit weißen Wänden aufnehmen. Platziere zwei zwei identische Lichter rechts und links von deinem Kamera- oder Smartphone-Stativ und richte sie durch zwei Diffusoren (etwa weiße Stoffstücke) in flachem Winkel auf das Produkt. Für die Kamera bleibt nur eine ganz schmale Lücke. Betrachte dazu das folgende Schaubild.

Ein möglicher Beleuchtungsaufbau, um glänzende Produkte zu fotografieren. (Grafik: Isolde Kommer)

Hier findest du den ganzen Guide zum Selbermachen von Produktfotos

David

David ist als Chief Revenue Officer bei Billbee verantwortlich für das Wachstum und die zukünftige, strategische Ausrichtung. Darunter fallen unter anderem die Bereiche Marketing, Vertrieb, Partnerschaften und Presse.

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