Heute erfahrt ihr im Gastbeitrag von Etsy etwas über den internationalen Versand. Gerade beim Verkaufen über Etsy, wo relativ viel mit den USA und anderen Ländern läuft, kein unwichtiges Thema. Viel Spaß!

Es ist ganz normal, wenn man sich bzgl. der Abläufe bei Verpackung und Versand etwas unwohl fühlt — um genau zu sein, ist das eine der häufigsten Sorgen von neuen Verkäufern. Vor allem den Versand ins Ausland scheuen viele Verkäufer und lassen sich so einen großen Absatzmarkt entgehen. Wie dir aber jeder erfahrene Verkäufer sagen wird, werden diese Abläufe mit der Zeit und mit etwas Übung — und mit ein paar Experten-Tipps — einfacher.

Die besten Dienstleister und Versandarten?

Nach Erfahrung vieler deutscher Verkäufer sind die Klassiker Deutsche Post und DHL  immer noch die beste Lösung für den internationalen Versand. Der ‘Brief International‘, den die Post anbietet, passt für ziemliche viele Artikel, denn hier darf man tatsächlich auch Kartons und nicht nur Umschläge verschicken. Das Porto richtet sich nach dem Gewicht und kostet in jedes (Aus)Land dasselbe, d.h. es wird nur zwischen Deutschland und International unterschieden. Die Maße sind beim ‚Brief International‘ großzügig: Die längste Seite darf 60 cm haben, Höhe + Länge + Breite dürfen 90 cm nicht überschreiten, oberste Gewichtsgrenze sind 2 kg. Aus Deutschland ist ein Versand per Einschreiben sinnvoll. Einschreiben sind grundsätzlich bis 25 Euro versichert. Das Einschreiben beim `Brief International` lohnt sich schon alleine wegen der Sendungsverfolgungsnummer, mit der man Kunden informieren und beruhigen kann. Gegen einen geringen Aufpreis kann man bei der Deutschen Post aber auch eine höhere Versicherung bekommen.

Wenn es mal schneller gehen soll, ist ‚Eil International‘ eine Option – kostet etwas mehr, könnte aber ein oder zwei Tage im Versand sparen. Für die ganz dringenden Fälle gibt es noch die Möglichkeit, per Express zu verschicken – das ist nicht ganz billig, für Kunden die das Produkt besonders dringend brauchen aber eine gute Möglichkeit!

Die Rechnung kann man übrigens einlegen, man kann sie aber auch obendrauf kleben. Das ist einfacher für den Zoll und für die Zusteller, da die Adresse ein zweites Mal gut sichtbar auf dem Umschlag oder Karton steht – und zudem verleiht die Klarsichthülle der Verpackung oft noch einmal mehr Stabilität, das kann nie schaden. Bei einer Reise um die halbe Welt muss so ein ‚Brief‘ schon einiges aushalten.

Alle Infos über den Brief International findet ihr bei der Deutschen Post.

Manchmal bleibt aber nur die Möglichkeit, die Ware als Paket zu versenden. Das übernimmt in der Regel DHL. Anders als beim Brief unterscheiden sich die Preise für den Versand nicht nur nach dem Gewicht: Die Welt ist außerdem in unterschiedliche Preiszonen eingeteilt, so dass man sich unbedingt auf der DHL-Seite über das Porto informieren sollte, damit es keine bösen Überraschungen gibt.

Es macht einen großen Unterschied, ob man eine Lampe nach Italien oder nach Israel verschickt. Auch beim Paket sollte man die maximalen Maße nicht aus den Augen verlieren. 120 cm + 60 cm + 60 cm sehen erstmal groß aus, aber man kommt da doch schnell an seine Grenzen, v.a. wenn man sein Produkt ordentlich verpacken und polstern muss. Die wichtigsten Infos findet ihr hier.

Trotzdem sind für bestimmte Zielländer, Paketgrößen oder Anwendungsfälle durchaus auch andere Anbieter wie DPD, GLS oder UPS eine sinnvolle Option. Hier sollte man immer im Einzelfall entscheiden, welcher Versandanbieter der beste für den internationalen Versand ist.

Zoll

Der Zoll – das große, unbekannte Wesen…

Bei Verkäufen außerhalb der EU müssen bei Brief und Paket Zollerklärungen dabei sein. Sowohl der Aufkleber für den ‚Brief International‘ als auch die Paketkarte für das ‚Welt‘-Paket enthalten bereits so einen kleinen Vordruck. Einfacher geht’s kaum.

Und das beste: Sind die Artikelinformationen in Billbee korrekt gepflegt, kann die Zollerklärung direkt beim Erstellen der Versandlabel mit erzeugt werden, ohne dass ein zusätzlicher, manueller Aufwand nötig wäre. Weitere Infos dazu findet ihr hier.

Für Kunden, die außerhalb der EU wohnen, können in ihrem Land Einfuhrzölle anfallen, für die jeder Kunde selbst verantwortlich ist. Informiert euch auch welche Artikel in die jeweiligen Länder verschickt werden dürfen...bei Produkten wie z.B. Kosmetik, Lebensmitteln oder Pflanzen kann es zu Schwierigkeiten kommen.

Laufzeiten

Laufzeiten – ganz heikles Thema. Sowohl die Post als auch DHL geben an, wie lange eine Sendung in ein bestimmtes Zielland ungefähr unterwegs ist.

Bei Briefen kommt dies zwar noch einigermaßen hin, bei Paketen sind das aber nur Richtlinien. Entscheidend für die tatsächliche Reisedauer sind oft Größe und Gewicht eines Pakets. Auf manch ein Produkt muss ein Kunde in den USA durchaus mal 3-4 Wochen warten. Infos findet ihr auf den Länderseiten.

Sendungsverfolgung

Gerade weil die Laufzeiten sich nicht immer ganz genau vorhersagen lassen, ist die Sendungsverfolgung so immens wichtig. Eine Sendungsverfolgung bietet DHL für sehr viele, aber nicht für alle Länder an. Wenn es eine Sendungsverfolgung gibt, kann man die Nummer natürlich gleich bei jedem Kauf zusammen mit der Versandmitteilung an den Kunden schicken.

DHL-Pakete in die USA erhalten zum Beispiel zunächst eine deutsche Sendungsnummer, mit der sich das Paket nur bis zur Landesgrenze verfolgen lässt. Später gibt es dann eine amerikanische ‚tracking ID‘, und nur mit dieser lässt sich die Sendung wirklich auf ihrer Reise durch die USA beobachten. Dass sich die Nummer ändert, ist manchmal für die Kunden verwirrend. Mit der amerikanischen Sendungsnummer lässt sich ein Paket über USPSdann im Zielland USA verfolgen, aber auch andere Länder haben eigene Postseiten, die sich mit etwas Recherche im Internet leicht herausfinden lassen.

David

David ist als Chief Revenue Officer bei Billbee verantwortlich für das Wachstum und die zukünftige, strategische Ausrichtung. Darunter fallen unter anderem die Bereiche Marketing, Vertrieb, Partnerschaften und Presse.

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